Skip to main content

Vorwort von Min. Dirig. Otto Köble

Mainz, 22. Mai 1995

Der Forschungsring des Deutschen Weinbaues (FDW) bei der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft widmet sich seit mehr als 40 Jahren der angewandten Forschung im Bereich Weinbau und Wein. Die bisherige Forschungstätigkeit war sehr erfolgreich. Fortschritte beim Pflanzenschutz, bei der Rebenzüchtung, der Düngung und der Kellerwirtschaft haben zu einer beachtlichen Verminderung der Umweltbelastung und zum Teil auch zur Senkung des Aufwandes im Weinbau geführt...

 

Vorwort des Ehrenvorsitzenden Otto Köble

Der deutsche Weinbau hat unter allen Kriegen, besonders aber durch den 2. Weltkrieg, sehr starkgelitten. Die Sicherstellung der Ernährung des Volkes hatte absoluten Vorrang vor allem anderen.„Wo der Pflug kann gehen soll keine Rebe stehen!“ Nach dem Krieg galt es also, den Rückstandgegenüber dem Weinbau in weniger betroffenen Ländern aufzuholen.
Lehrer und Forscher an den staatlichen Weinbaulehranstalten und den Forschungseinrichtungen des Bundes begannen Anfang der 1950er Jahre die Defizite aufzuarbeiten und der Praxis in allenrelevanten Bereichen Hilfestellung zu geben.
Bald zeigte sich, dass die Arbeiten der Anstalten der einzelnen Länder untereinander und mit dem Bund koordiniert werden mussten. So wurde im Jahr 1952 im Ergebnis der heutige Forschungsringdes Deutschen Weinbaus (FDW), der seit 1961 bei der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft (DLG)angesiedelt ist, gegründet. Dieser hat die Aufgabe, die Forschung zu koordinieren, die Ergebnisse der Beratung in Forschungstagungen zu übermitteln und sie in verständlicher Form in den jährlicherscheinenden Berichten in wissenschaftlichen Zeitschriften und natürlich über das Internet zuveröffentlichen.
In den 50er Jahren standen zunächst produktionstechnische Fragen (geeignete Pflanzenschutzmittel,
Düngung, Rebpflanzgut qualitativ hoch stehender Rebsorten, die Selektions- und Kreuzungszüchtung etc.) im Vordergrund. Mit Beginn der gemeinsamen Agrarpolitik der damaligen EWG 1957 musste der Außenhandelsschutz des deutschen Weines durch Kontingente, Förderung der Verarbeitung von deutschem Wein zu Sekt u. ä. abgebaut und der Markt bis zur vollständigen Liberalisierung geöffnet werden. Dadurch traten Fragen der Rationalisierung, der Strukturverbesserung, der Qualitätssteigerung, der Betriebswirtschaft und des Marketings stärker in den Mittelpunkt. 
Schließlich spielt seit Mitte der 70er Jahre die Ökologie neben der Ökonomie eine bedeutende Rolle. Naturnahe Bodenpflege, Düngung und naturnaher Pflanzenschutz wurden zu bedeutenden Themen der Forschung. Marketing und Absatz sowie die Erhaltung der Steillagen waren und sind wichtige Forschungsschwerpunkte. Künftig wird die Gentechnik sowohl in der Produktion im Weinberg als auch in der Kellerwirtschaft eine bedeutende Rolle spielen. 
Die Forscher und der Forschungsring haben in der Vergangenheit auf allen Gebieten beachtliche Erfolge erzielt und den deutschen Weinbau in hervorragender Weise in der Eingliederung in den EUund den Weltweinbau unterstützt. Ich bin davon überzeugt, dass dies auch in Zukunft geschehen wird, zum Wohle der deutschen Winzer, aller in der Weinwirtschaft Tätigen und aller deutschen Weinregionen.

Otto Köble, Ehrenvorsitzender 

Vorwort von Dr. Peter Fuchß

Der Forschungsring des Deutschen Weinbaus (FDW) bei der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) setzt die länderübergreifende Zusammenarbeit in der Forschungsfinanzierung der Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz um. Er prägt seit über 50 Jahren die projektbezogene angewandte Forschung in allen Bereichen der Weinwirtschaft. Ergänzend zu seinen Forschungsschwerpunkten bearbeitet der Ausschuss für Technik im Weinbau (ATW) praxisrelevante Fragestellungen für die operative Arbeit in den Unternehmen der Weinwirtschaft und gewährleistet gemeinsam mit dem FDW einen schnellen Transfer der erworbenen Erkenntnisse in die Weinbranche...

Vorwort des Vorsitzenden Dr. Peter Fuchß

Der Forschungsring des Deutschen Weinbaus (FDW) bei der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) setzt die länderübergreifende Zusammenarbeit in der Forschungsfinanzierung der Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz um. Er prägt seit über 50 Jahren die projektbezogene angewandte Forschung in allen Bereichen der Weinwirtschaft. Ergänzend zu seinen Forschungsschwerpunkten bearbeitet der Ausschuss für Technik im Weinbau (ATW) praxisrelevante Fragestellungen für die operative Arbeit in den Unternehmen der Weinwirtschaft und gewährleistet gemeinsam mit dem FDW einen schnellen Transfer der erworbenen Erkenntnisse in die Weinbranche.

Diese Form der Forschungsorganisation erlaubt den effizienten, flexiblen und zeitlich begrenzten Einsatz von Forschungsgeldern. Neben den für die Praxis wichtigen und schnell verwertbaren Erkenntnissen können zudem wissenschaftliche Nachwuchskräfte herangebildet werden, welche nicht selten der Branche als Vordenker und Lösungsanbieter erhalten bleiben. 

Grundlage der bisherigen und zukünftigen Arbeit war und ist ein ambitioniertes Forschungsprogramm der sechs Arbeitskreise des FDW sowie des ATW. Für den Zeitraum der Jahre 2006 bis 2015 wurde ein völlig überarbeitetes Forschungsprogramm entwickelt, dass neben der Evaluierung des bisherigen Untersuchungs- und Arbeitsplans eine Neuorientierung an zukunftsrelevanten Themen bietet. Im Mittelpunkt dieser Leitlinien stehen nach wie vor die wissenschaftliche Bearbeitung von interdisziplinären Aufgabenfeldern, die helfen die Wettbewerbsfähigkeit, die Marktorientierung, die Nachhaltigkeit und die Qualitätssicherung in der Weinbrache weiter zu entwickeln und zu verbessern.

Wie in kaum einem anderen Wirtschaftszweig konnten bislang auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse so immense technologische Fortschritte realisiert werden, wie im Weinbau. Erwähnenswert sind insbesondere die Erfolge der Weinbaumechanisierung und in jüngster Zeit die Steillagenmechanisierung. Als beispielhaft sind ferner die Fortschritte im Bereich der Rebenzüchtung zu nennen, die immer mehr auf neuen und modernen Erkenntnissen der Biotechnologie aufbauen. Auch Pflanzenschutz und Pflanzenernährung tragen aufgrund der neu gewonnenen Erkenntnisse besonders dem steigenden Umweltbewusstsein der Gesellschaft Rechnung. Überdies konnte in den letzten beiden Jahrzehnten ein Antwortenspektrum auf viele wirtschaftlich bedeutende oenologische Fragen gefunden werden. Schlussendlich rückt bei ökonomischen Fragestellungen zunehmend die Untersuchung von Verbraucherverhalten aber auch die Nachfrageentwicklung mit dem Ziel der Existenzsicherung der deutschen Weinunternehmen in den Fokus der Betrachtung.

Im Mittelpunkt der Forschungsbemühungen steht der unmittelbare Transfer der Forschungsergebnisse in die weinbauliche Praxis und zur interessierten Öffentlichkeit. In jährlich stattfindenden Tagungen an wechselnden Forschungsstandorten innerhalb Deutschlands informieren die FDW- Arbeitskreise einen wissenschaftlichen Teilnehmerkreis. Durch Publikationen, Vorträge und Symposien werden auch die Praktiker in den vor- und nachgelagerten Wirtschaftsbereichen erreicht. Zu den unmittelbaren Adressaten des neuen Forschungsprogrammes im allgemeinen zählt die Weinwirtschaft selbst. Im speziellen sind es jedoch auch die politischen Entscheidungsträger sowie die Wissenschaft, die hier eine grundsätzliche Orientierung erfahren.

Der Wandel von der landwirtschaftlichen Urproduktion zum modernen Dienstleister wäre ohne eine praxisrelevante staatliche Forschungs- und Entwicklungstätigkeit in Deutschland nicht möglich gewesen. Hier hat der Forschungsring durch gezielte öffentlich finanzierte Projektförderung richtungsweisende Impulse gegeben.

Dr. Peter Fuchß, Vorsitzender

Geschäftsordnung des FDW

Präambel 
In der Erkenntnis, dass Fortschritt und Rentabilität des Weinbaues von der wissenschaftlichen Forschung abhängig sind und die klimatischen Besonderheiten der deutschen Weinerzeugung gegenüber Weinproduktion anderer Länder zu einer Vertiefung und Auswertung der wissenschaftlichen Weinbauforschung zwingt, um die Qualität des Weines zu verbessern, die Produktion im Einklang mit der Umwelt zu erhalten, die Erzeugungskosten zu senken und das bestehende Preisgefälle abzubauen, haben Wissenschaftler und Vertreter von Behörden und Institutionen den Forschungsring des Deutschen Weinbaues gegründet und ihm nachfolgende Geschäftsordnung gegeben.

Arbeitskreise

Arbeitskreis I:   Bodenkunde und Rebenernährung

Prof. Dr. Otmar Löhnertz
Vizepräsident Hochschule Geisenheim University
Institut für Bodenkunde und Pflanzenernährung (Leitung)

Hochschule Geisenheim University
Von-Lade-Str. 1
65366 Geisenheim
Tel.: 06722-502 431
otmar.loehnertz@hs-gm.de

Arbeitskreis II:   Rebenzüchtung

Dr. Oliver Trapp
Julius Kühn-Institut
Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen
Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof

76833 Siebeldingen
Tel.: 06345-41-115
oliver.trapp@julius-kuehn.de

1. Beisitzender:
Prof. Dr. Joachim Schmid
Hochschule Geisenheim University
Von-Lade-Str. 1
65366 Geisenheim
Tel.: 06722 502123
joachim.schmid@hs-gm.de

Arbeitskreis III:   Physiologie der Rebe und Rebenveredlung

Prof. Dr. Hans-Reiner Schultz
Präsident der Hochschule Geisenheim University

Hochschule Geisenheim University
Von-Lade-Str. 1
65366 Geisenheim
Tel.: 06722-502 141
praesident@hs-gm.de

Arbeitskreis IV:   Pflanzenschutz

Dr. Andreas Kortekamp
DLR Rheinpfalz
Breitenweg 71
67435 Neustadt a. d. Weinstraße
Tel.: 06321-671 337
andreas.kortekamp@dlr.rlp.de

Arbeitskreis V:   Betriebs- und Marktwirtschaft

Dr. Jürgen Oberhofer
DLR Rheinpfalz
Breitenweg 71
67435 Neustadt a. d. Weinstraße
Tel.: 06321-671 223
juergen.oberhofer@dlr.rlp.de

Arbeitskreis VI:   Kellerwirtschaft und Weinbehandlung

Prof. Dr. Doris Rauhut
Hochschule Geisenheim University
Zentrum für Analytische Chemie und Mikrobiologie
Institut für Mikrobiologie und Biochemie
Von-Lade-Str. 1
65366 Geisenheim
Tel.: 06722-502 331
doris.rauhut@hs-gm.de

ATW-Verbindungsmann: Ausschuss für Technik im Weinbau (ATW)

Prof. Dr. Manfred Stoll
Hochschule Geisenheim University
Institut für Technik
Von-Lade-Str. 1
65366 Geisenheim
Tel.: 06722-502 141
manfred.stoll@hs-gm.de

Forschungsausschuss

Vorsitzender

Walter Reineck
Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz
Stiftsstr. 9 
55116 Mainz
Tel.: 06131-16 5255
walter.reineck@mwvlw.rlp.de

Stellvertreter

Dr. Konrad Rühl
Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg
Postfach 10 34 44
70029 Stuttgart
Tel.: 0711-126 2280
konrad.ruehl@mlr.bwl.de

Geschäftsführung

Dr. Dirk Haupt
Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz
Stiftsstr. 9 
55116 Mainz
Tel: 06131 - 16 2166
dirk.haupt@mwvlw.rlp.de

Carola Katharina Herbst
DLG e.V.
Fachzentrum Lebensmittel / Competence Center Food
Projektleiterin
Eschborner Landstraße 122
60489 Frankfurt/Main
Tel.: 069 24788 240
c.herbst@dlg.org

Vertreter des Bundes und der Länder

Dr. Michael Köhler
Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft
Rochusstraße 1
53123 Bonn
Tel.: 0228-99529-3622
michael.koehler@bmel.bund.de

Dr. Konrad Rühl
Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg
Postfach 10 34 44
70029 Stuttgart
Tel.: 0711-126 2280
konrad.ruehl@mlr.bwl.de

Joachim-Eberhard Maltzahn
Hessisches Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Mainzer Str. 80
65187 Wiesbaden
Tel.: 0611-815 1716
joachim-eberhard.maltzahn@umwelt.hessen.de

Dr. Maximilian Iselborn
Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten
Ludwigstr. 2
80535 München
Tel.: 089-2182 2452
maximilian.iselborn@stmlf.bayern.de